Covid-Umfrage: Wertewandel von Selbstinszenierung zu Gemeinschaftssinn

Dritte Umfrage von 900 Österreicher/innen zu den erwarteten Covid-19 Auswirkungen auf Job, Konsum, Glück & Politik

Covid-Umfrage: Wertewandel von Selbstinszenierung zu Gemeinschaftssinn, starker Vertrauensverlust in EU & Euro

Dritte Umfrage von 900 Österreicher/innen zu den erwarteten Covid-19 Auswirkungen auf Job, Konsum, Glück & Politik

 

Österreich, 30.04.2020 – P8 Marketing hat erneut in einer Online-Umfrage 900 Österreicher/innen im Zeitraum von 28. bis 30. April befragt, wie glücklich die Menschen sind und welche Krisenauswirkungen die Bevölkerung erwartet. Kernthemen der Umfrage sind der Wertewandel, Veränderungen der Einkaufs- und Shoppinglust, Einschätzungen zum Arbeitsmarkt und der Vertrauensverlust in die Europäische Union.

 

Werteeinstellung ändert sich vom Ego- zum Gemeinschaftssinn

Das Glücksbarometer der Covid-19 Umfrage von P8 Marketing zeigt: Rund ein Drittel der Menschen sind „glücklich“ bis „sehr glücklich“, doch jeder 5. ist im Moment „unglücklich“ bis „sehr unglücklich“. Im Vergleich zur Stimmung von vor zwei Wochen werden statt 3,4 nur 3,1 Punkte von 5 Punkten erzielt.

Bei den Glücksfaktoren sind sich die Österreicher/innen einig: Gesundheit ist für 87% am Wichtigsten, gefolgt von intakter Familie (71%) sowie keine Geldsorgen (65%). Gutes Aussehen ist nur mehr für 12% „glücks-entscheidend“. Die Sehnsucht nach einem „normalen Alltag“ ist bei rund 62% groß, ebenso die Vorfreude auf Treffen mit Freunden (61%) und Zeit mit der Familie (48%).

Dies spiegelt sich im Werteempfinden wider, wo Freunde, Familie und der Gemeinschaftssinn an Bedeutung gewinnen und Konsum sowie das Styling-Bewusstsein an Wertigkeit verlieren. „Die Zeit der Selbstinszenierung und oberflächlichen Konsumlust ist vorbei. Die inneren Werte haben den äußeren Schein überholt“, analysiert P8-Chef Georg Hofherr.

 

Shoppinglust nimmt ab – Bekenntnis zu heimischen Produkten steigt

Fast die Hälfte aller Befragten gibt an, dass ihre Einkaufs- und Shoppinglust abnehmen wird, auch wenn die Geschäfte geöffnet haben. Dies zeigt sich auch in der Vorfreude auf die „Normalität“, wo shoppen gehen (22%), Partys und Feste feiern (21%) sowie Veranstaltungen (30%) keine zentrale Rolle spielen.

Künftig wollen 52% der Teilnehmer/innen mehr auf regionale bzw. heimische Produkte achten und knapp 43% möchten nur mehr das Notwendige einkaufen. Ein Drittel ist davon überzeugt, dass sich ihr persönliches Einkaufsverhalten durch die Krise nicht verändert. Was künftig beim Einkaufen zählt sind Qualität (79%), Regionalität (60%), Preis (59%) und Vertrauen in den Unternehmer (38%).

91% befürworten allerdings, dass künftig wieder mehr selbst in Europa produziert werden soll, auch wenn dadurch die Produktpreise steigen.

 

Leistungsdruck in der Arbeitswelt steigt

Waren letztes Jahr noch die Angestellten die Könige im Bewerbungsprozess, so hat sich diese Situation durch die Corona-Krise radikal verändert. 67% erwarten, dass es künftig schwer wird, einen passenden Job zu finden und knapp die Hälfte der befragten Österreicher/innen denken, dass sie mehr in ihrem Job leisten müssen.

Positiv hervorzuheben ist, dass rund 62% sehr zufrieden bzw. zufrieden mit ihrem aktuellen Job sind und nur 17% unzufrieden bzw. sehr unzufrieden. „Die Krise hat die Kräfteverhältnisse am Arbeitsmarkt verändert. Mussten Unternehmer die letzten Jahre um gute Mitarbeiter kämpfen, so dreht sich diese Rolle nun radikal um“, so Georg Hofherr.

 

Grosser Vertrauensverlust in EU und Euro spürbar

Nach Flüchtlingsdiskussionen, Brexit und Corona scheint das Vertrauen der Menschen in ein starkes Europa spürbar gesunken zu sein, denn 60% der Befragten beurteilen die Arbeit der EU als sehr schlecht bzw. schlecht und bewerten diese mit nur 2,1 von 5 möglichen Punkten. Vergleicht man dies mit früheren P8-Umfragen, hat das Krisenmanagement der Bundesregierung in Österreich mit durchschnittlichen 3,8 Punkten deutlich besser abgeschnitten.

„25 Jahre nach dem Beitritt ist die Stimmung zur EU auf dem Nullpunkt. Die Umfrage zeigt, dass ein zunehmend schlechter Zusammenhalt zwischen den Mitgliedern erwartet wird und nationalstaatliche Alleingänge gewinnen“, erläutert Hofherr. Nur knapp die Hälfte aller Teilnehmer/innen glaubt an einen starken EURO, der Rest ist sich unsicher bzw. glaubt nicht daran.

Die Detailergebnisse stehen hier zum Download zur Verfügung: https://www.p8.eu/wp-content/uploads/2020/04/Ergebnisse_Umfrage-Covid-19_April-2020.pdf

 

Zusätzliche Informationen

Die Umfrage wurde von 28. bis 30. April 2020 online durchgeführt. Insgesamt haben 900 Personen aus allen Regionen und Altersgruppen Österreichs teilgenommen.

P8 Marketing wurde 1999 von Mag. Georg Hofherr gegründet und ist eine der führenden Marketingagenturen mit Standorten in Innsbruck, Linz, Salzburg und Wien.

 

Rückfragenverweis

Mag. Georg Hofherr

g.hofherr@p8.eu

+43 664 5435080

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